Teil eines Werkes 
1. Band (1839)
Entstehung
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änderung mußte der unvermeidliche Vorbote der Ab⸗ nahme ſeyn. Die Blumen wurden bereits durch reichere Erzeugniſſe verdrängt, und lachende Früchte gaben reichen Erſatz für welkende Blüthen. Aber es liegt etwas Düſteres gerade in der Erfüllung ver⸗ heißenen Ueberfluſſes. Die reichliche Ernte, fuͤr welche der Landwirth gearbeitet, iſt nur der Vorbote des Mangels, und in dem Maaße, in welchem wir die Gegenſtände des Lebens gewinnen, erkennen wir deutlicher die Unvermeidlichkeit ſeines Endes. Das Erſte iſt Hoffnung; Erwartung leitet jede menſchliche Handlung, das entlegene Ziel des Verlangens, noch fern von uns, ſchimmert glänzend am Horizont. Aber wenn wir der Erreichung unſrer Hoffnun⸗ gen allmählich näher kommen, dann erkennen wir das Ungenügende des Genuſſes und fühlen unſere Annäherung zum Grabe, das ſich zuletzt über Allem ſchließt.

Der junge Napoleon hatte in überdrüßiger Un⸗ thätigkeit einen Tag durchlebt, ſeine Bücher und ſeine Andachtsübungen hatten abwechslungsweiſe einen nur kleinen Theil der Aufmerkſamkeit in Anſpruch genom⸗ men, die er heute ſeinen Studien nicht ganz zu ſchenken vermochte. Er hatte ſeine verſchiedenen Beſchäftigun⸗

gen, eine nach der andern, aufgegeben; er ſuchte Unter⸗ haltung in der Mannigfaltigkeit, und fand ſie nirgends.