Teil eines Werkes 
1. Band (1839)
Entstehung
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erreichen zu können, und die nächſte bemerkliche Ver⸗

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ſah, wurden ihm jeden Tag peinlicher. Die edel⸗ ſten Bemühungen der Bildhauerkunſt gefielen ihm nicht mehr, und die reichen Zierrathen, mit welchen Geſchmack und Ueppigkeit ſeine Zimmer geſchmückt hatten, waren ihm nur die vergoldeten Riegel ſeines Gefängniſſes: Das, nach welchem er allein ſchmachtete, war das, was ihm allein ver⸗ ſagt war Freiheit.

Die heilſamen Bäder und Quellen, an welchen Deutſchland Ueberfluß hat, waren der Reihe nach von den Aerzten vorgeſchrieben und ihr Gebrauch von dem Kaiſer bewilligt worden. Aber Reichſtadt gab der Einförmigkeit des Hoflebens doch den Vor⸗ zug vor der unfruchtbaren Langeweile einer fürſtli⸗ chen Reiſe.

Mit aufrichtigem Schmerz bemerkte der Kaiſer die hinterliſtigen Fortſchritte der unheilvollen Krank⸗ heit, die den Jüngling verzehrte, und ein Arzt war beſtändig in Bereitſchaft, mehr, um das Zunehmen der Krankheit zu verhüten, als in der Hoffnung, ihren Verwüſtungen mit Erfolg Einhalt zu thun. Selbſt die folternde Wachſamkeit von Vater Klemens ließ einigermaßen in ihrer gewohnten Thätigkeit nach.

Der Sommer hatte eben ſeine volle Reife erlangt, die Natur ſchien keinen höhern Grad der Vollendung