Teil eines Werkes 
1. Band (1839)
Entstehung
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aber ich habe oft geſehen, wie Sie mit Entzücken ſeiner Unterhaltung lauſchten. Sie ſchienen ihn wegen ſeiner geiſtigen Eigenſchaften zu achten.“

„Wahr, ſehr wahr, mein Kind, ich achtete ihn, und er hat dieſe Achtung nicht verwirkt,“ verſetzte der Baron.

„Entdeckten Sie jemals eine unwürdige Ge⸗ ſinnung, oder waren Sie Zeuge einer unedlen Handlung Florville's?“ fragte Ella mit Wärme.

„Niemals, ich bin ſtolz darauf, dies anzuer⸗ kennen. Mein Empfang muß ihm und Jedermann meine Ueberzeugung von ſeinem Werthe bewieſen haben; denn Du weißt, daß ich Ausländer nicht liebe. Und doch fürchte ich, Roſenthal hat in ſeinem Vertrauen die Grenzen der Klugheit überſchritten.“

„Hörte ich Sie nicht zuweilen bemerken, daß allzu große Vorſicht bei jungen Leuten ein Beweis von Kälte ſey,“ ſagte Ella lebhaft.

„Klugheit iſt nur zu oft ein anderer Name für Unempfindlichkeit und Herzloſigkeit. Ich bekenne, daß dies meine Anſicht iſt. Der kluge Jüngling gibt gewöhnlich einen verſchmitzten Mann, und ſo wünſchenswerth die Klugheit ſeyn mag, um durch die Welt zu kommen, ſo ſteht ſie doch nicht in ſtetem Einklang mit jenem überfließenden Gefühle, das an der Jugend ſo reizend und für dieſe Pe⸗

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