Teil eines Werkes 
1. Band (1839)
Entstehung
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„Aber wenn Zeit und Erfahrung die jugendliche Energie meiner Seele gedämpft haben, ſo bin ich gerade deßhalb um ſo mehr fähig, die Gefahren der Klip⸗ pen, Sandbänke und Untiefen zu würdigen, mit denen Andere zu kämpfen haben. Albert iſt feurig und arglos; beide Eigenſchaften ſind edeln Naturen eigenthümlich. Er hat bis jetzt in ſeiner eigenen Familie nur wenig Mitgefühl gefunden, ſo viel er auch in der meinigen erfahren haben mochte. Ich hoffte, Ella, ſeine Liebe zu Dir hätte alle Fähigkeiten ſeines Geiſtes in Beſitz genommen, aber ich habe mich getäuſcht.“

Ella erſchrak, Ueberraſchung und Unruhe bemächtigten ſich ihres Gemüthes. Inzwiſchen fuhr der Vater fort, ohne, wie es ſchien, ihre Aufre⸗ gung zu bemerken..

„Seine große Vertraulichkeit mit dem Chevalier hat mir einige Unruhe verurſacht. Aber meine Be⸗ ſorgniſſe ſind vielleicht grundlos.“

„Ich erwartete nicht,“ rief Ella,„von meinem Vater gegen Florville einen Argwohn zu vernehmen,

der unbeſtimmt und ungerecht zugleich iſt. Haben

Sie die hohe Verbindlichkeit vergeſſen, die wir ihm ſchuldig ſind? Rettete er nicht das Leben Roſen⸗ thal's? was für ſich allein ſchon ein hinreichendes Band wäre, um gewöhnlichere Geiſter zu vereinigen;

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