Teil eines Werkes 
1. Band (1839)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

—

1

eine Dame von ausnehmender Schönheit. Auch be⸗ ſaß ſie, was Roſenthal nicht nöthig hatte, eine reiche Mitgift. Nachdem ſie ihm drei Kinder ge⸗ boren, von denen Albert das älteſte war, ſtarb ſie, und ließ ihrem Gatten die Freiheit, eine neue Ver⸗ bindung zu ſchließen.

Einige Zeit lang behauptete der natürliche Schmerz ſein Vorrecht; aber im Verlauf der Jahre begann der Graf die Vortheile zu erwägen, die ihm aus einer hohen ehelichen Verbindung zufließen könnten; und endlich entſchloß er ſich zu dem wich⸗ tigen Schritt, ohne durch das beſondere Gefühl eines Vorzuges für den Gegenſtand ſeiner Wahl eingenommen zu ſeyn.

Die Vormundſchaft über den zweiten Sohn, Alfred, und eine junge Tochter wurde, mit einigem Widerſtreben von Seiten Roſenthals, ihren mütter⸗ lichen Verwandten, dem Herzog und der Herzogin von Montpellier überlaſſen; denn auf den alten General hatten ſich Würden gehäuft, und nach dem hart errungenen Frieden von 1815 hatte er ſich mit einer reichen Ernte von Ruhm und Ueberfluß auf ſeine Lorbeeren zurückgezogen, um ſich dem ruhigen Genuſſe ſeines Vermögens und des neu erworbenen Adels hinzugeben, der nachher von der wiederber⸗