ſein häusliches Glück, indem er das unſchätzbarſte aller Güter erwarb, häuslichen Frieden.
Seine junge und liebenswürdige Braut wurde natürlich dem kaiſerlichen Hofe vorgeſtellt, und ob man gleich bei der ſtillen Beſcheidenheit ihres Cha⸗ rakters nicht vermuthen konnte, daß ſie einen un⸗ mittelbaren oder ſehr lebhaften Eindruck machen werde, ſo hatte ſie gleichwohl den dauernden Erfolg, daß ſie ſich die allgemeine Achtung zu erwerben wußte.
Nach einer Reihe diplomatiſcher Dienſte an verſchiedenen auswärtigen Höſen gelangte Linden⸗ berg zu einer amtlichen Stellung in Wien. Dies geſchah kurze Zeit vor ſeiner Heirath, und konnte füglich als Zeichen des Vertrauens von Seiten der Regierung betrachtet werden, der er ſich bisher als getreuen Beamten erwieſen hatte. Des Wechſels müde, hatte der Freiherr eben genug Reiſen gemacht, um die Vortheile der Heimath ſchätzen zu können, ohne darum die Vorzüge anderer Länder zu ver⸗ kennen, und ſo freute er ſich über eine Stellung, die ihm jede Gelegenheit darbot, den früheren Glanz ſeiner angeſtammten Beſitzungen wieder herzuſtel⸗ len; und obgleich er in den Zwiſchenzeiten ſeiner ernſthafteren Berufsgeſchäften ſeine Aufmerkſamkeit den zahlreichen Ausbeſſerungen zuwandte, die in dem Schloſſe ſeiner Ahnen nöthig waren, ſo wurden dieſe
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