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machte ſie anziehender. Ihre Vorzüge waren nie blendend, aber überall ſichtbar. Sie ließ ihre Lieblichkeit nicht in ſelbſtbewußtem Glanze ſchim⸗ mern, noch entzündete ſie die Begeiſterung ihrer Be⸗ wunderer durch den kühnen Flug ihrer Phantaſie; ihre Gefühle, dieſe geweihten Penaten einer weiblichen Bruſt, waren in jungfräulicher Heimlichkeit ver⸗ borgen, die dem kühnſten Forſcher undurchdringlich blieb; aber in ihrem feingebildeten Geiſte lag eine unverſiegbare Quelle für Bewunderung und Liebe.
Dies war das Weſen, das iſhenbers liebte, und
zuletzt heirathete.
Fräulein Elehenſtein war nicht von berühmter Abkunft; ſie gehörte dem Kreiſe des gewöhnlichen deutſchen Adels an. Ein ſehr unbedeutendes Ver⸗ mögen hatte bis jetzt ſie und ihre verwittwete Mutter erhalten, vielleicht ihrem Range im Leben nicht an⸗ gemeſſen, doch ſo, daß ihre beſcheidenen Wünſche befriedigt werden konnten. So hatte Lindenberg als ehrgeiziger Mann, und beſonders als Diplomat, eine, wie die Welt ſagen würde, unverſtändige Wahl getroffen. Er opferte bei ſeiner Heirath Viel, und gewann Nichts; keinen Zuwachs ſeiner Mittel, keine Erweiterung ſeiner Verbindungen, keine Ver⸗ mehrung ſeines Anſehens; aber er erhöhte um Vieles


