Teil eines Werkes 
1. Band (1839)
Entstehung
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gewährte einen lieblicheren Anblick in der unmittel⸗ baren Nähe des Gebäudes, das gegen Norden von einer hohen, zum Theil mit üppigen Fichtenwäldern bekleideten Bergreihe, geſchützt war; gegen Süden breitete ſich eine ſchöne Waſſerfläche aus, umgeben von einem Abhang fruchtbaren Wieſenlands, dem eine ſorgfältige Pflege den Anſchein lächelnden Ge⸗ deihens mitzutheilen ſchien, das mit den grauen Mauern des abgenutzten Gebäudes einen ſchneidenden Contraſt bildete.

Die geräumigen Höfe waren mit Moos über⸗ wachſen, die hohen Thürme mit Epheu umrangt, die maſſiven Thore boten mit ihren knarrenden Angeln dem Kommenden einen widerſtrebenden Empfang, und das vergoldete Getäfel in den weiten Hallen war geſchwärzt und entſtellt. Eine mürriſche Samm⸗

8 lung von Familienbildniſſen hing in düſterer Hoheit von der modernden Wand herab, während verbli⸗ ſchene Tapeten die Staatsgemächer deckten, welche einſt von bemalten Fenſtern belebt waren, die jetzt zerbrochen und entſtellt waren. S Lindenberg war, was man einen ruinirten Mann nennt, aber er ſelbſt fühlte nur, daß er ein armer Mann war. Gleich ausgezeichnet durch die Erhabenheit ſeines Geiſtes, wie durch die Reinheit ſeine s Blutes, faßte er den Entſchluß, entweder das

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