Teil eines Werkes 
1. Band (1839)
Entstehung
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Verſtand nicht wieder, verſetzte Albert mit Ernſt: unſere Eltern haben in unſere Verbindung gewilligt, es iſt kein Grund für ſo düſtere Beſorgniß vor⸗ handen; warum alſo die reizende Gegenwart durch trübe Ahnungen verbittern? Wir werden uns ſicher einen Verweis zuziehen, daß wir uns dem fallenden Thaue ausgeſetzt, Deine Mutter wird über unſer Zögern ungehalten ſeyn; morgen können wir unſern Spaziergang und den Faden unſeres Geſpräches wieder aufnehmen; jetzt laß uns nach Hauſe eilen. Horch! die Schloßglocke ſchlägt die Stunde. Acht Uhr!

Während er ſprach, klangen die metallenen Töne über die nahen Hügel und engen Hohlwege her⸗ über, und erſtarben ſanft und allmählig in der Ferne. Das jugendliche Paar, Arm in Arm ge⸗ ſchlungen, glitt längs des herrlichen Baumgangs dahin, welcher in gerader Linie zum Eingang eines hübſchen alten Schloſſes führte, das dicht am Nand des Sees ſtand. Sie langten eben an, 8 in dem prächtigen Saale, welcher einen beträchtlich en Theil des untern Gebäudes ausmachte, ein ſubſtan⸗ tielles Nachteſſen aufgeſetzt wurde.

Die hohe, gewölbte und ſonderbar geſcnibte Decke hatte jene kräftige, ſchwarze Farbe ange⸗ nommen, welche die Zeit allein hervorbringen kaun. Die Schönheit der ausgeſuchten Arbeit, die an 4 1*

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