Teil eines Werkes 
3. Band (1816)
Entstehung
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Sohn verloren, liebſter Bruder, und durch meine Schuld. Ich hielt ihn ſorglos in meinen Armen. Er beugte ſich hinten über und ſchlug mit dem Nacken in ein Eiſen. Er ſchwebte einen Tag lang in Todesgefahr. Aber er iſt gerettet, und er hat ein ewiges Andenken an dieſen Tag, eine dicke Narbe in ſeinem Nacken, die er nach der Ausſa⸗ ge de Arztes ewig behalten wird.

Die Frau von Sonnenberg bezeichnete die Stelle, wo die Narbe ſitzen müßte.

Und in dem Angenblicke flog die Thür auf, und Ferdinand lag zu ſeiner Mutter Füßen, und nehen ihm kniete Jſabelle, und Bürger ſtand auf ſeiner andern Seite.

Mein Sohn!

Mein Neffe! Gott! Gott! Ich ſollte den Sbhn meines Bruders nicht erkennen? Es iſt ſein Haar, ſeine Wange, ſeine edle Naſe! Schweſter, ſieh doch! o ſieh doch!

Die Narbe! rief der Baron, und zehn Haͤnde faßten nach der Narbe.

Sie war da. Graf Sonders! rief der Oberſt uberlaut, und faßte, da er Niemanden un⸗

beſchäftigt fand, die Präſidentinn ſo kraͤftig in ſeine

Arme, und ſah nicht, wie in ihren Augen nur Thraͤ⸗ nen der Verzweiflung ſtanden.

Boiſen war fort. Iſabelle hielt den bit⸗ tenden Blick ſo feſt, ſo flammend auf ihren Vater