Teil eines Werkes 
3. Band (1816)
Entstehung
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Blut ſchon vergoſſen. Ich habe hier in Deutſch⸗ land Geſetze ehren lernen. Wollen Sie nicht, ſo gehe ich Morgen zum Fuͤrſten; und wird mir Ge⸗ rechtigkeit verſagt, ſo fordere ich ſie von dem Ver⸗ führer ſelbſt. Sie ſollen mich über meine Pflicht gegen ſeinen Sohn nicht irre machen. Gewiß nicht! Herr Graf, Sie eben öffnen mir die Augen über das, was ich zu thun habe.

Die Frau war ſo ruhig, ſo feſt entſchloſſen, ihren Willen durchzuſetzen; und Boiſen, der ih⸗ ren unerſchürterlichen Muth kannte, und vor ihrer bewaffneten Hand zitterte, trieb die Sache ſo eifrig,

daß dann endlich die Acte, worin Gismondens

Sohn als Boiſens Sohn anerkannt, und füͤr Mutter und Sohn ein Jahrgehalt ausgeſetzt wurde, zu Stande kam. Die Praͤſidentinn unterſchrieb mit heißen Thraͤnen. Madame Sartili war zu⸗ frieden, und ihre Tochter nahm von dem Tage den Nahmen Frau von Boiſen an.

O Gott! rief die Praͤſidentinn. hocht er⸗ bittert darüberlieber Oheim, geben Sie ihm den Nahmen Sonders!

Der Graf verſprach. Madame Sartili reiſte

ab, und der Unmuth wurde vergeſſen. Wer kannte

in Italien die Boiſens!