„Nicht getroffen, Boiſen!“ ſagte der Hu⸗ ſar lachend.„Du ſelbſt biſt an allem Schuld. Wer hieß dich, mich bey Madame Sartili aufſuchen? Sie wußte nicht ein Wort von dir. Warum ver⸗ brennt er meine Briefe nicht, und läßt ſie in die Haͤnde ſeines Feindes kommen? Olympie war dein, wenn du nicht ſelbſt blind in das Netz liefeſt.“
„Verdammtes Schickſal!“
„Schickſal? das Ding ſieht ſo ſeltſam aus, ging ſo ſeltſam, alles ſchlaͤgt ſo gerade in dem rech⸗ ten Augenblicke uͤber dich zuſammen! Aus Norden weht der Wind deinen Brief her, und aus Süden die beyden Damen, in Einem Momente, gerade in dem Momente, wo wir ſo ſicher ſind, iſt alles
verloren! Schickſal! Seltſam genug, daß der Zu⸗ fall gerade ſo ausſieht, wie das Geſchick! Und nimm dazu, daß durch Zufall die Nahmen Boi⸗ ſen und Balke ſchon ſo oft feindlich zuſammen gerathen ſind.
„Balke? wie denn Balke?“ fragte die Mutter betroffen.
„Der Mahler iſt der Enkel Ihres Schwagers aus Birkfelde.“
Die Präſidentinn erblaßte und ſchwieg; denn ſie erinnerte ſich an die Worte des alten Oheims Boiſen, da er ihre alte Schwiegermutter aus
dem Hauſe führte, vor denen der ganze Saal er⸗ ſtarrte.„Bitte Gott,“ ſagte der Alte—„daß


