Teil eines Werkes 
3. Band (1816)
Entstehung
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blaßte. Der Huſar warf ſein Auge auf den Brief, und laͤchelte.

„Madame Sartili und ihre Tochter ſind zwey höchſt achtungswerthe Frauen. Das kann ich verſichern, und ich fordre den Herrn Kammerherrn auf, wenn er das Herz hat, es zu verneinen.“

Sie ſchwieg einen Augenblick. Boiſen ſchwieg⸗ auch.

Dann lehnte ſie ſich ermattet an ihrer Mutter Bruſt; dann ging ſie raſch auf ihren Vater zu, kniete vor ihm nieder, und ſagte:„Water, ein gluck⸗ liches Kind feyert Ihren Geburtstag!“

Der Baron wußte nicht, was er ſagen ſollte. Er verbarg ſeine Verlegenheit in einer Umarmung Olympiens.

Der Huſar und Boiſen waren indeß ver⸗ ſchwunden.

Die Praͤſidentinn ſagte zu Olympien: 1„Si⸗

ſollten einer jugendlichen Thorheit viel verzeihen, ſchöne Olympiez denn Sie wiſſen ja ſelbſt, wie diel ſtärker eine Leidenſchaft iſt, als die Achtung, die Sie ihrem Range ſchuldig ſind. Man hätte uns wohl dieſes ſeltſame Schauſpiel erſparen können, Herr Baron!“ Sie gab ihrem Oheim die Hand; der Praſident ſchleppte ſie lachend hinter her.

Der Baron begleitete ſie kopflos an den Was

„O Gott Lob, meine Olympie, daß du lettet biſt! Gott Lob! Aber wer, wer, vercher Eng hat dich gerettet?“