Teil eines Werkes 
3. Band (1816)
Entstehung
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Wer redet gern davon? und darum iſt Ihnen die Sache verſchwiegen.“”“ 3 Sie bezeugten Alle, daß dem ſo ſey. Die Mutter ſagte:„Ich muß aber bitten, daß man ſo lange verzieht, bis mein Bruder, der Oberſt,

kommt; auf Olympien haftet kein Verdacht.

Ich muß in der That bitten.“ Sie wollte an die Schelle, um den Oberſten rufen zu laſſen.

„Liebe Mutter,“ ſagte Olympie—„wir finden uns wohl ſelbſt heraus, ohne den Oberſten.“

„Hat die Frau von meinem Sohn noch eine Zeile, die nur Vertrauen anzeigt: ſo erkenne ich ihn ſeibſt für ſchuldig.“

„Sie ſind Mutter, Frau Präſidentinn; aber ich wünſchte, Sie ſprächen Mutter und Tochter ſelbſt. Es wird ſich ja erweiſen loſſen, daß die Mut⸗ ter in Klagenfurth als die Witwe eines Kauf⸗ manns ehelich gelebt hat.“ 4

„Nein, Fräulein,“ rief die Praͤſidentinn— „das muß ich mir doch verbitten, meine Familie mit dem Geſindel zu confrontiren!“

Hier trat der Huſar vor, und ſagte:„Ich habe mit Vorſatz ſo lange geſchwiegen, Olympie, wie ein kleiner Verdacht auf Boiſen ruhen könnte⸗ Nun muß ich wohl reden. Es thut mir weh; denn ich muß einen jungen Mann in ein zweydeutiges Licht ſetzen, dem unſer Haus eine große Verbindlich⸗ keir ſchuldig iſt, und ſein Zeugniß, Olym pie—