— 214—
hoffe, Ihr Herr Sohn wird ſeinen Sohn nicht verlaͤugnen wollen, wenn er auch die Mutter, verlaͤugnet.“
„Das würde er nicht, hoff ich mit Ihnen, Olympie! Es gibt Menſchen, die es gern ſähen, es wäre ſo. Aber Gott Lob! mein Sohn hat Beweiſe, die Sie, meine theure, edle„Dlym. pie, beruhigen werden.“
„Ich habe vom Gegentheil Beweiſe, Frau Praͤſidentinn, die mich gegen jede Anmuthung ſchützen müſſen. Die Sache muß nun durchaus vor⸗ bey ſeyn.“ Sie verbeugte ſich tief gegen die Praͤ⸗ ſidentinn.
„Sie ſehen, wie ruhig ich bin, mein gnaäͤdiges Fraͤulein!“ ſagte mit einem ruhigen Lächeln der Kammerherr.
„Vielleicht nur, weil Sie nicht fürchten, daßin
meinen Handen Ihr eigenhändiges Zeugniß iſt, daß Sie Mutter und Sohn anerkennen. Hier iſt es!“
„In der That, man iſt ſehr geſchäftig geweſen, eine Verbindung zu ſtören, die zwey Familien beglücken ſoll,“ ſagte die Praͤſidentinn, ſtolz das
Haupt hin und her wiegend—„daß dieſes Zeug⸗ 1
niß ausgeſtellt iſt, wiſſen wir Alle.“
„Wir Alle,“ ſagte der Graf—„aber wir Alle wiſſen auch, daſß Boiſen unſchuldig iſt. Selbſt Ihr Vater, der Baron, weiß es.“
Der Pater lachelte und nickte.
Zum mindeſten weiß ich niches davon,“ fune 4


