Teil eines Werkes 
3. Band (1816)
Entstehung
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„uUnd nun,“ rief ſie mit gefalltenen Haͤnden— „und nun lege der Himmel, und alle Geiſter, wel⸗ che die Unſchuld beſchützen, Beredſamkeit auf meine Zunge!“ 24

„Was haſt du, Iſabelle?“

„Ich muß Olympien retten,“ und dahin flog ſie.

Es war Abends nach Sieben. Sie ging zum Thore hinaus, vor Ferdinands Hauſe vorüber, die Allee hinab. Man zeigte ihr Reichels Garten. Sie faltete noch einmahl die Hände, ihr Herz ſchlug unbändig. Sie ſchellte. Man öffnete.„„Ich möchte gern die junge Dame ſprechen, die hier wohnt,“ ſagte ſie zitternd.

Die Magd oͤffnete ihr die Thür des Zimmers, und ſie trat bebend über die Schwelle ins Zimmer

Ach, ſie konnte nicht reden. Sie ſchluchzte

laut, ſie ſtreckte Gismonden die Arme entgegen.

„Was iſt Ihnen, liebes Kind?“ Sie nahm das Mäaͤdchen in ihre Arme, ſie ſchlug den Schleyer über die Stirn zuruck, und betrachtete mit Wohl⸗ gefallen Iſabellen.

Iſabelle ſchlank ihre Arme um Gicm an⸗ dens Hals.

„Ich beſchwoͤre Sie,— ich weiß Ihren Nahmen nicht,— ich beſchwoͤre Sie, das allerunglücklichſte Madchen, das auf der Erde iſt, zu retten, meine Schweſter! Sie waren ja auch unglücklich, Sie