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die, wie du weißt, Bellchen, geduldig wie ein Lamm alles träͤgt.“ 1
„Um Gotteswillen!“
„Ja, ja Kind, ſo iſt s! Auch war's die bach⸗ ſte Zeit. Denn es hat ſich eine Frau gemeldet, die— denke einer den Unmenſchen!— Mutter von Boiſen iſt, und die er ſammt dem Kinde hat ſitzen laſſen— hat mir mein Sohn erzählt— eine junge, liebe Frau, ſchön wie der Tag! Die iſt hier, und verlangt von dem Kammerherrn die Ehe.“
„Du weißt doch, wo ſie iſt?“
„Was wollte ich nicht, Bellchens ſie wohnt
in der großen Allee in Reichels Garten.“ „Und der Nahme?“
„Den wußte mein Sohn nicht. Ach die un⸗ glückliche Olympie! das fromme Maͤdchen! und
du weinſt nicht, Belle? Du weinſt nicht?“ „Ich habe keine Zeit zum Weinen!“ rief Iſabelle, und ging heftig bewegt auf und nieder. „Du haſt den Schlüſſel zur Hinterthür?“ „Ja, Bellel“ „Bleib im Fenſter liegen, liebes Muͤtterchen, oder gib mir den Schlüſſel.“ Sie erhielt den Schlüſſel.„Gib ja acht, wenn
ich komme! Ich komme ſpät; aber ich komme gewiß!/ Sie ſtürzte zur Frau von Sonnenbergen.
Sie ließ ſich von ihr einen Mantel geben, einen ſchwarzen Hut mit einem Flor. Sie huͤllte ſich hinein.
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