Der Vater ginz zu Iſabellen, und kuͤndigte ihr an, daß die Frau von Sonnenberg um ihre Geſellſchaft gebethen hätte.„Der Wagen iſt bereit, Iſabellel du mußt dahin.“
Sie fuhr ruhig ab, und ſagte nur noch ihrer Amme, wenn Bürger kaͤme, ihn zur Frau von Sonnenberg zu ſenden, und ihr von allem, was vorſiele, Nachricht zu geben.
Nun ging der Vater zu Olympien.
„ Ich bin allein, liebe Olympie,“ hob er ſanft an—„und der morgende Tag— O liebe Olympie, des Leben rauſcht im Alter hahin, wie ein Sturmwind! Ich habe nur an dem morgen⸗ den Tage Wünſche für Euch, nicht mehr für mich! der Vater lebt nur zuletzt noch in ſeinen Kindern. Das Alter trennt ihn ſchon von dem Leben, der Tod nicht. Der Tod trennt ihn nur von den Kin⸗ dern. O Olympie, wie gern ſähe ich dich
glucklich!“
So, o ſo hatte er noch nie mit ihr geredet! Sie ſiel zum erſten Mahl herzlich an ſeine Bruſt, wie an die Bruſt ihrer Mutter.
Er rührte ſie noch immer mehr mit Ahnungen ſeines nahen Todes.“ Ach, Olympie ſah ihrem Grabe ja nahe entgegen! Der lange Gram, die hoffnungsloſe Liebe! die Furcht, daß dieſe Liebe, die ſie nicht überwinden konnte, Unrecht ſey; das alles, und das Andenken an ihres Vaters Geburts⸗ tag, den er zu einer Falle für ſie machte, und an


