. N — 201—
Der Baron wurde gerührt, oder ſtellte ſich 5* gerührt, von der heroiſchen edlen Freundſchaft der beyden jungen Leute. Er vergab. Und obwohl
er nicht ein Wort weiter von der Adoption Boi⸗ ſens ſagte, ſo dachte er doch deſto mehr daran.
„Aber wird die Frau ſchweigen?“ fragte er.
„Wenn ſie ihren Wunſch erfühlt ſieht/ gewiß!7
„Und wird ni icht der Sohn einſt Anſprüche machen können, wenn ſein Nahme anerkannt iſt?“
„Sein Nahme iſt anerkannt; aber ſeine Mut⸗ ter iſt ja nicht mit Boiſen copulirt.“
Aule Schwierigkeiten wurden aus dem Wege geräumt. Der Huſar ſtand dafür, daß ſeine Schweſter nichis erfahren ſollte, wenn man die Verbindung beſchleunigte, und wenn weder der Oberſt noch die Frau von Sonnenberg etwas erführe.
Der Baron lächelte und ſagte:„Morgen iſt mein Geburtstag. Ich kenne Olympien, ich kenne ihr weiches Herz, ihre Liebe. Sie wird nicht nein ſagen. Überlaßt das mir! Halten Sie den Prediger bereit, lieber Graf, Ihren Neffen, und noch ein paar Worte über Ihre Verſprechun⸗ gen in Abſicht der Lehen. Vielleicht morgen! mor⸗ gen! ja[morgen ſchon! Sag es deinem Freunde, mein Sohn! Nur hüthe dich vor Jſabellen! Könn⸗ ten wir die wegſchaffen! Sie ſoll heute Abend noch— zur Sonnenbergen. Die bedarf einer Kran⸗ kenwaͤrterinn. Dahin foll ſie. Laß anſpannen, und dann gehe ich noch heute zu Ilympienl
&*
₰


