Teil eines Werkes 
3. Band (1816)
Entstehung
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„Madame, wer kann Ihrer Tochter wehren, ſeinen Nahmen zu führen?“

„Jeder, der fragen kann: warum ſind Sie nicht bey Ihrem Manne? Weil er ein Böſewicht iſt, antwortete ſie dann, und zeigt die Aeten vor, die ihren Nahmen rechtfertigen.“ 5

Der Graf mußte ſich herablaſſen, ſie zu bit⸗ ten, nur noch einige Tage Geduld zu haben.„Sie ſollen mit mir zufrieden ſeyn, Madame!“

An der Ruhe dieſer Frau brach ſich die Intri⸗ gue, die Gewalt und die Liſt.

Es blieb dem Grafen nichts anders übrig, als der Vorſchlag, dem Vater Olympiens die gan⸗ ze Begebenheit ſo ſanft wie möglich zu entdecken, ihn zu bitten, die Verbindung zu beſchleunigen, und er gab ſeiner Nichte das Verſprechen, den Ba⸗ ron zu bereden.

Er fuhr zu ihm. Er trug ihm die Sache recht ſuüß vor. Er erboth ſich, Boiſen ſogleich zu adoptiren, und von dem Fürſten die Einwilli⸗ gung zu ſchaffen, daß Boiſen den Nahmen Graf Sonders annehmen, und die Anwartſchaft auf die Sonderſchen Lehngüter erhalten ſollte. 3

Der Baron war höchſt unwillig auf den Ver⸗ führer, nach ſeinen Grundſatzen; dann aber wur⸗ de er immer milder und milder. Sein Sohn trat ins Zimmer, und redete mit Begeiſtrung für ſeinen Freund, und bürgte mit ſeinem Ehrenwort für ſeine Liebe und Treue für Olympien.