Teil eines Werkes 
3. Band (1816)
Entstehung
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— 61— dungen. Sie wollte ihm mit einem Athenzuge

alles ſagen, was ſeitdem gedacht, geſchehen, ver⸗

andert war. Sie ſagte nur athemlos das Wort:

„Olympie!“ und nun hielt ſie mit einer Hand

ſeinen Hals umſchlungen, mit der andern ergriff ſie heftig Olympien, die ſich langſam näherte,

riß ſie heran, und ſagte wieder athemlos:„Da!

da haſt du ihn wieder!“

Dieſe, alles aus dem Wege reißende, Lei⸗

denſchaft des Mädchens riß jedesmahl Olympien, ſie mochte machen, wos ſie wollte, mit ſich fort. Sie reichte Braunen die Hand und empfing ihn mit einem Blicke, der zu ſchön war für den bloßen Empfang des Freundes.

Iſabelle ſtand darneben, ſah mit dem hell⸗ ſten, theilnehmendſten Lächeln ihn an, dann Olym⸗ pien; dann umfaßten ihre beyden Arme auf ein Mahl Olympiens Hals und Ferdi⸗

nands, und ſie rief mit der Freude jauchzender

Stimme:„Siehſt du, Olympie, daß ich ihn kenne; ſiehſt du, daß er wieder hier iſt? O Brau⸗ ne, o Ferdinand! Nicht wahr, ſie dachten an uns, an Olympien, an mich? Sie konnten den Winter nicht abwarten, wie wir. Sie hoff⸗ ten auf den erſten Schnee, wie ſonſt auf die er⸗ ſte Schwalbe, auf das Geſchrey des Schneevo⸗ gels, wie ſonſt auf die Nachtigall? O nicht wahr?“ 3

Geſchwind ſiel Olympie, welche Iſabel⸗

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