Teil eines Werkes 
3. Band (1816)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

— 60— 3

Ihre Tochter oder ihr Sohn eine Bürgerfamilie critt, und findeſt du die nicht: welchen andern Grund haben ſie denn, als den Römiſchen: quam aliam vim counubia promiscua habere, nisi ut ferarum prope ritu vulgentur concubitus plebis patrumque?“— „Gut denn,“ rief er—„ich komme und ge⸗ he! Er hat Recht!“ Er kam in der Reſidenz an, trat in einem Gaſthofe ab, und ging zu dem Baron. Der, den der Fürſt geſtern noch gefragt hat⸗ te:„Wo haben ſie denn Ihren Künſtler? Ich bit⸗ te ſie, Baron, halten ſie ihn ja in Ehren, damit er bleibt;“ der Baron alſo empfing Ferdinan⸗ den mit des innigſten Vertrauens offner Freude; 3* und ehe ſich Braune es verſah, waren ſeine Sachen aus dem Gaſthofe in des Barons Hauſe. Der Baron, in der Freude, ihn wieder zu ha⸗ ben, und im Stolz über ſeine eigene Herablaſ⸗ ſung, überſchritt, wie gewöhnlich der Menſch in Freude und Triumph, die Gränze. 8 Er führte Ferdinanden leiſe zu dem Zim⸗ mer ſeiner Töchter, öffnete es, rief hinein:„Hier habt Ihr ihn wieder!“ bückte ſich gegen Brau⸗ ne vertraulich, und ging. 4 Neben der aufſpringenden Iſabelle fielen Tiſch und Stuhl, und ſie hing an ſeinem Halſe⸗ mit Thränen, mit Jauchzen und allen ſtürme. den Wirbelwinden der entgegen geſetzten Empfin