truͤgende Nichtachtung, womit ihr Vater Ferdi⸗ nanden behandelte.
Er nahm den Retter ſeiner Tochter in ſein Haus, um ſich mit dem Gefühle der erfuͤllten Dank⸗ barkeit wohl zu thun, um eine Bitte des Fuͤrſten zu erfüllen, um ſeine Töchter von ihm im Zeichnen und Italieniſchen unterrichten zu laſſen. Er ſuch⸗ te von ſeinem Wohlthäter Vortheil zu ziehen, und verachtete ihn.
Das Gerechtigkeitsgefühl iſt an dem Kinde am ſchaͤrfſten. weil es noch keine Ausnahm macht.
Das Maͤdchen war auf der Reiſe ſtumm und äͤbellaunig, und da ſie mit Olympien auf ihrem Zimmer allein war, da warf ſie ſich mit den
heftigen Thraͤnen des Zorns in Olympiens Ar⸗
me, und ſagte:„O verachtet ihn alle! alle! alle! auch du, Olympie! Ich werde ihn ewig lieben. Aber,“ fuhr ſie heftig fort—„er ſoll ſeinen Fuß nicht über die Schwelle ſetzen. Ich will ihm ſagen: Gehen Sie, ogehen Sie, Braunel Alle verach⸗ ten Sie hier im Hauſe, nur ich nicht! Ich allein nicht! das werde ich ihm ſagen, ehe er noch über unſre Schwelle tritt.“.
Olimpie ging indeß umher, um ein we⸗ nig Ordnung im Zimmer zu machen; aber ſo, daß ſie IJſabellen nie das Geſicht zuwendete. Aber auf ein Mahl wendete ſie ſich heftiger als gewöhn⸗ lich zu Iſabellen, und ſagte mit Thräͤnen:


