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rief ſie—„wenn ich ihn ſehe, ſo muß ich auch mit ihm reden, muß ihm zulächeln, muß ihm die ſchön⸗ ſten Nahmen geben, die ich auffinden kann. Ich muß die Hand drücken, welche ihre ſterbende Iſa⸗ belle ins Leben rief, die meine wunden Füße
nuſch, die mich trug, da ich nicht gehen konnte.“
„Das ſollſt du, du wildes Ding, nur biſt du jetzt im vierzehnten Jahre, und ſcheinſt funf⸗ zehn.“ 4
„Iſt Dankbarkeit nur eine Kindertugend,
lieber Vater?“
„Nein, du ſollſt dankbar ſeyn; nur im Bey⸗
ſeyn anderer Menſchen.“
„Ich will Jedem dabey ſagen:“„Er iſt mei⸗ nes Lebens Retter. 11⸗
„Verſteh mich, Ifabelle; nur das üÜber⸗ maaß."¼ᷣ— 3
Ach, lieber Vater, ich fühle ja, ich werde mein Leben, mein ganzes Leben hindurch nicht dankbar genug ſeyn können.“
Die Mutter gab Iſabellen einen ernſten Wink, und ſie ſchwieg.
Sie ſchwieg wohl; aber ſie war dreyzehn Jahre alt, und das war das ganze Unglück. Sie fühlte nichts als ihre Liebe zu dem Retter ihres Lebens, und über alles andere, was ihr im funfzehnten
Jahre unſchicklich erſchienen waͤre, ſah ſie weg.
Sie fühlte in ihrem Innern einen heftigen Widerwillen gegen die Falſchheit, gegen die be⸗
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