peinend:„Hattet Ihr meine Liebe, Ihr hättet
auch meinen Muth! kindiſch iſt er nicht.“
Sie verließ das Zimmer. Da ſagte Olym⸗ pie, beyde Hände auf ihr Herz legend:„O deine Liebe habe ich; ach! hätte ich deinen Muth, zu
ſagen, wie glücklich ich bin! O ich ſehe ihn wie⸗
der!*⸗
Iſabelle brachte mit ihrer Freude, ihren Retter wieder zu ſehen, das ganze Haus in Auf⸗ ruhr.
„Und freur ſich Olymiye auch?“ fragte die Mutter.
Iſabelle antwortete:„Niemand liebt ihn, als ich; Niemand freut ſich, ihn wieder zu ſe⸗ hen, als ich.“ Die Muttey läͤchelte, und ſe fuh⸗ ren in ihre Reſidenz. 44
Iſabelle war nun dreyzehn Jahre alt ge⸗ worden. Unterwegs hatte der Vater Oly mpien
ſo viel Regeln ihres Verhaltens gegeben gegen
den jusgen Raphael— ſo nannte er Brou⸗ nen— wenn er wieder käme. Olympie ſchwieg; aber Iſabelle ſagte lachend:„Da ſagte ich lie⸗ ber ymyten glech⸗„Du haſt weder ein Au⸗
ge, noch ein Ohr, noch eine Zunge für den jun⸗
gen Raphael.“ 2
Der Vater ſtockte ein wenig. Aber dann hob
er aufs Neue an:„unn auch du, liebes frehlichis Kind, und auch du—
Iſabelle ließ r nicht ausreden.„Water,
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