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„Ja, ſage es ihm, Iſabelle, ſage es ihm! Es iſt für uns Alle beſſer! Sage es ihm! Mein Herz iſt ohnehin zerriſſen! Sag es!“
Iſabellens Thraͤnen ſtockten. Sie ſah ihre Schweſter erſchrocken an, und da Olympia erblaßte, und immer mehr erblaßte, da warf ſich das heftige Madchen auf die Knie vor ihre Schw⸗ ſter, umfaßte ſie, drückte das Geſicht in ihr Ge⸗ wand, und bath leiſe, aber heftig ſchluchzend:„O ſo ſag mir, ſag mir, Olympia, was dein Herz zerreißt? O ſag mir's doch, daß du ihn liebſt; denn
dich liebt er ja! Sag mir's doch, o liebſte Olym⸗
pia! Du weißt ja, wie ich⸗ ſchweigen kann! Aber
ich muß ja ſterben, wenn ich nicht weiß, was dich Juält, du Fromme, du Gute, du Liebe!“
Die Seene war ſo gewaltſam, der Schmer
Iſabellens ſo leidenſchaftlich, und Olympi⸗
ens Herz ſo unendlich bewegt, daß ſie, einen Augenblick ſich vergeſſend, Iſabellen empor zog, und mit leiſen ruͤhrenden Toöͤnen ſagte:„Ja! ich liebe ihn! Ja, Iſabelle. Ich— ſie legte die Hand über die weinenden Augen. Sie fühlte mit Schmerz, Reue und Scham, was ſie gemacht hatte.
Iſabelle ſtand in der Ferne, noch die bey⸗ den Arme in eben der Stellung, als ob ſie ihre Schweſter noch umſchlungen häͤtte, und ſah, ohne ein Wort zu ſagen, ihre Schweſter an. Sie mneinte mit jedem Augenbli ck) Oly mpie ſollte


