Teil eines Werkes 
3. Band (1816)
Entstehung
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Iſabelle war ſehr gluͤcklich; aber wenn ſie ihre Schweſter anſah, ſo erröthete die, und Iſabelle errieth, daß Olympie den Kopf ihrentwillen mit Blumen bekraͤnzt hatte.

So war der Herbſt hingegangen, und mit jeder Woche mehr ertrug es Olympie geduldi⸗

ger, daß Iſabelle von ihm redete.

Iſabelle redete allein, und Olympie, auf ihre Arbeit gebückt, antwortete nur mit Er⸗ röthen, mit Seufzern und Bewegungen.

Nach und nach aber ſagte ſie ein Wort da⸗ zu, wenn Iſabelle ſein Lob uübertrieb.

Die Kleine— der Himmel mag wiſſen, ob ſie einen Plan hatte, oder nicht; aber ſie ſah doch gar zu muthwillig dabey aus, uüͤbertrieb nun oft, und Olympie gewöhnte ſich daran, mit ihrer Schweſter von Brau ne zu reden, und von ihm geden zu hören; und haͤtte Amor Iſabel⸗ lens Geſtalt angenommen: er haͤtte nie beſſer für Braunen reden können als Iſabelle ſelbſt.

Die Kleine hatte recht wohl einen Plan,

und zwar den, in Olympiens Herzen die Lie⸗

be gegen ihren Retter lebendig zu erhalten. Daß Ferdinand ihre Schweſter liebte, hatte ſie er⸗ rathen; denn das Kind kannte die Liebe aus des

Vaters Unterricht ſehr gut, der ſich viel damit

wußte, ſeine Toͤchter über dieſe gefährliche Lei⸗ denſchaft ſelbſt zu belehren. Hätte aber Iſabel⸗