Teil eines Werkes 
3. Band (1816)
Entstehung
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Wie konnte der armen Olympie Herz zu Ruhe kommen? Es war nicht möglich.

Es war nicht Muthwillen von Iſabellen, es war ihr volles Herz, das nicht leiden wollte, wenn Braune verleugnet wurde; es war eine unendliche Liebe in des Kindes Bruſt gegen Brau⸗

ne und Olympie, die ſie dahin brachte, an

Olympiens Geburtstage einen ſchön gezeichne⸗ ten und äͤhnlichen Kopf Braunens, den ſie ihm abgetrotzt hatte, mitten in der Nacht an den Bettvorhang Olympiens zu befeſtigen, damit er ſie, wenn ſie die Augen aufſchluge, zuerſt be⸗ 4

grüßen ſollte.

Die arme Olympie erblickte den Kopf,

erroͤthete, und hüllte ſich ſchamhaft in ihr Bett.

Zum erſten Mahl machte ſie Iſabellen Vorwürfe; da aber Iſabelle ſo traurig ſagte: „ach, ich wußte gar nichts Beſſeres, Olympie, an deinem Geburtstage, als dir mein Allerlieb⸗ ſtes zu geben, was ich hatte, den Retter deiner Schweſter!“ ſo drückte Olympie die Schweſter an das tief bewegte Herz, und ſagte:„verzeihe meine Hitze, die ſo oft vich verkennt„ Iſa⸗ belle!“ „Deine Hitze?“ fragte Iſabelle, ganz erſtaunt. Olympie nahm den Kopf, betrach⸗ 44 tete ihn; und um die Kleine zu verſöhnen, hing ſie ihn den Tag lang, mit Blumen umkränzt/ auf ihr Zimmer⸗

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