Teil eines Werkes 
3. Band (1816)
Entstehung
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Aber in dieſem Augenblicke ſielen mir auch alle Schwierigkeiten ein, die das Erkennen eines Sohnes hatte.

Ich wendete mich alſo, allen meinen Muth

— zuſammenfaſſend, gegen den Prediger um, und ſagte ihm ſo ruhig wie möglich, daß ich in dem Bilde auch nicht einen Zug von den Altern des Kindes, das die Mutter, die meine Freundinn waͤre, ſuchte, gefunden haͤtte.. 4

Beyde, Mann und Frau, ſchienen mir nicht

zu glauben. Man gab mir jetzt mein eignes Bild

in die Hand. Sie hefteten Beyde ihre Blicke auf mich.. 4 Ich hatte das erwartet, und ſo blieb ich ruhig. Ich erklärte, daß ich das Bild nicht kennte, und zuletzt ſagte ich gerade zu, daß dieſes Kind das 4

rechte nicht ſey, das meine Freundinn ſuchte⸗ Und dennoch, dennoch flog mein Herz in ei⸗ ner unendlichen Bewegung.* Der Prediger ſagte mir gerade aus, daß ich keine geborne Italiänerinn waͤre. Ich geſtand es, daß ich dieſe Rolle geſpielt hätte, weil ich nicht wüßte, ob ich meiner Freundinn vorgreifen durfte. Aber dieſer Mann— ich nenne ihn mit Stolz den Freund meines Sohnes— ergriff mein Herz gewaltſam. Ich haͤtte ihm faſt geſtanden, daß ich die Mutter ſey; und wenn ich mich recht erin⸗ nere, was ich ihm beym Abſchiede antwortete, ſo habe ich es ihm geſtanden.