Teil eines Werkes 
3. Band (1816)
Entstehung
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Sonnenberg!“ ſagte ſie, das helle, freudige Auge auf mich feſtheftend.— „Frau von Sonnenberg!“ ſagte er, als

ob er den Nahmen ſchon gehört hätte—„ein Herr von Sonnenberg in Trauſen iſt mein Freund.“ 3

„Und mein Sohn,“ rief ich, ihm meine Hand reichend.

„Er iſt glucklich?“ fragte ich.—

„Wie ein Sterblicher es ſeyn kann. Ich kom⸗ me eben von ihm. Er glaubte ſeine Mutter in Italien oder in Zürich.“

Er erzählte mir von meinem Sohn, von ſei⸗ nem Glück mit ſeiner jungen Frau. Ich fragte, ob er wüßte, wie mein Sohn zu ſeiner Frau ge⸗ kommen waͤre. Er wußte alles, mehr als ich. Er war der Buſenfreund meines Sohnes, und Ag⸗ nes, Agnes! der Buſenfreund ſeines Bruders, ohne daß er es weiß; er iſt ſein Bruder!

Sieh! Agnes, ſo lernte ich meinen Sohn kennen, und Iſabellens Engel und der Freund meines Sohnes drückte ſich tief in mein Gemüth.

Die junge Predigerfrau in Holm hielt mir das Gemählde meines Sohnes vor die Augen, und ich erkannte auf der Stelle Iſabellens Engel und Sonnenbergs Buſenfreund.

Ich war außer mir. Ich brauchte lange Zeit,

mich wieder zu erhohlen von dem erſten Schrecken

der Freude.

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