Teil eines Werkes 
3. Band (1816)
Entstehung
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die Kleine an die Bruſt drückend—„daß Engel dich retten.“

„O darum nicht,“ rief die Kleine—„denn welch ein Zufall konnte mir nicht den rettenden Weg zeigen? die Stimme eines Menſchen, das Bellen eines Hundes, das Kraͤhen eines Hahns.“

„Nun? und wäre das minder ein Engel ge⸗ weſen, und wars denn nicht eines Menſchen Stim⸗ me, die dich rettete? Seitdem iſt das Madchen verdreht, liebſte Sonnenbergen, ſie traͤumt von Engeln, und heftig wie ſie iſt’“—

Sie fuhr nicht fort; allein ſie ſah leiſe den Kopf ſchüttelnd mich an, und ſchwieg.

„Und kann man ſchöner träumen, als von Engel?“ ſagte ich ſcherzend.

„Traͤumen?“ rief Iſabelle heftig, und ging hinaus.

Olympie hatte den ganzen Streit mit ei⸗ nem, ich möchte ſagen, aͤtheriſchen Lächeln ange⸗ hört, ohne ein Wort dazu zu ſagen.

Die Mutter ſah ſauer.

„Sie iſt ja ein Kind!“ ſagte ich.

„Das machte mir keine Sorge; das nicht. So heftig, ſo ſeltſam verdreht Iſabellen s

Phantaſie auch iſt, ſo ſorge ich für ſie nicht.“ Sie ſchüttelte wieder den Kopf. — Auf wenn das gehen ſollte, ſah ich nicht; denn ſie ſah Olympien nicht an. „Sie wird dir den Engel bringen,“ fuhr die

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