Teil eines Werkes 
3. Band (1816)
Entstehung
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nur viel von ihm hören, von meinem Sohn, den der Pfarrer ein paar Mahl ſeinen Freund, und die ſchöne Frau mit großer Zaͤrtlichkeit ihren Bru⸗ der genannt hatte.

Ich kam zu ihnen. Sie waren behuthſam, ich ſchien es eben ſo ſehr.

Auf ein Mahl nahm die junge Frau ein hl⸗ gemahlde, das verkehrt an der Wand ſtand, auf, hielt es mir vor, und ich erkannte in demſelben Augenblick mit einem unendlich frohen Schrecken meinen Sohn. Ich ſchrie auf. Ich ſchlug den Schleyer, der mein Geſicht verdeckte— denn man ſollte mich nicht ſehen— über die Stirn zurück, ohne es zu bemerken; meine ganze Seele hing an dem Gemaͤhlde.

O eine größere Seligkeit kann in keines Men⸗ ſchen Herzen je gelegen haben, als in meinem in dieſem Augenblick, da ich nun jetzt die edlen Zuͤ⸗ ge aus ſeines Vaters Geſicht hervorſuchte, die mein Herz ſchon ſechs Monathe zuvor in Bewegung brachten. Ich kam im Anfange des Winters in die Reſidenz. Ich fuhr ſogleich zur Baroninn Bar⸗ deſtein; du weißt ja, wie ſehr ich die beyden Madchen liebe, die ſtille, edle Olympie, und die entſchloſſene Kleine.

Ich hatte, ich weiß nicht wo, gehört, Iſa⸗ belle waͤre in einer nahen Todesgefahr geweſen und kaum noch gerettet.