dieſem Ungluͤcksorte, wo ich Mann und Sohn ver⸗ ler, laß ich halten, um einen Tag lang an ih⸗ rem weiten, tiefen, dunkeln Grabe zu weinen.
Sieh, Agnes, ich kam auf den Einfall, am Strande des Meeres, nahe dem Orte, wo ſie verſunken waren, ihnen einen einfachen Stein zum Andenken ſetzen zu laſſen.
Ich trage es meinem alten, verſtaͤndigen Taubert auf, ſowohl den Ort aufzuſuchen, als auch die Sache einzurichten⸗
Ich blieb indeß in einer nahen Stadt.
Er blieb viel läͤnger aus, als ich gedacht hat⸗ te; und da er endlich in mein Zimmer tritt, ſo ſe⸗
he ich wohl, daß er etwas hat.
Ich frage, er will ſich faſſen; aber laut ſchluch⸗ zend ſtürzt er zu meinen Füßen, und umarmt meine Knie, mit dem Geſchrey:„o Gott! o Gott! barmherziger Gott!“
Dann ſprang er auf, und rief:„ich bin ein alter Thor! Vergeben Sie mirs, Ihr Gnaden! Ein alter Thor bin ich, der Ihren Schmerz wie⸗ der neu machen wird. Aber, es hat mich er⸗ ſchreckt. Eben zu der Zeit, da Sie Ihren Ge⸗ mahl verloren, hat man in einem Dorfe, nicht weir vom Strande, ein Kind gefunden.“
„In einem Dorfe, Tauber t? Er iſt ein Thor!“ ſagte ich, dennoch zitternd. 5 „Sagte ich in einem Dorfe? der Schrecken


