Da ich nach vier Wochen aus den furchtbar⸗ ſten Phantaſien, die dem Wahnwitz ähnlich wa⸗ ren, erwache, finde ie meine Mutter an meinem Bette. Alles war mir ein Traum: das Leben, das Erblicken des Lichts, die Erzählung meines Un⸗ glücks. In meinem Phantaſiren war ich glücklich. Ich wohnte mit meinem Manne unterm Meer in einer Grotte. Ach, wie glücklich war ich in mei⸗ nen Traͤumen!
Niemand durfte mich nun an mein Unglück erinnern. Ich verlangte nun in die Schweiz, an
den Züricherſee, wo ich ſo glücklich mit meinem
Manne geweſen war. Dahin brachte mich meine Mutter. Hier lebte ich in den Schwaͤrmereyen ei⸗ nes immer ſüßer werdenden Grames.
Da meldete ſich mein zweyter Mann, mein naher Verwandter. Meines Vaters Familie drang auf dieſe Verbindung. Man beſtürmte mich mit
Vorwüuͤrfen, mit Drohungen, mit Schmeicheleyen, meine Mutter mit flehenden Thränen. Da gab
ich mein Wort mit dem feſten Glauben, daß ſie mich früher in das Grab tragen würden, als zum Altar. Ich hatte mich ſcheecklich geirrt. Ich muß⸗ Nanne meine Hand geben. Ich gab
te meinem Ma mit dem Geſtändniſſe meines Un⸗
ſie ihm; aber r glücks.
Er verſprach mir Verſchwiegenheit, und er 3
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