Ich ging mit meiner Mutter auf unſer ur das dem graflichen ſo nahe lag. Graf Fritz kam ganz inkognito nach ſeinem Gute, und logirte bey dem Prediger, der ſein Univerſitätsfreund war, und dem er die Pfarre ge⸗ geben hatte. Einen Abend gingen wir, ch und meine Mur⸗ ter, zu dem Prediger.
Hier erklärte ſich Fritz:„Ein Diulomatiket heirathet vor dem vierzigſten Jahre nicht: iſt ein unumſtößlicher Grundſatz meines Vaters; Sie wiſſen, wie feſt er ſeine Grundſätze halt. Nun, liebe Mutter, heirathe ich jetzt Narien. Sie be⸗ gleitet mich, wohin ich gehe. Ich ſtehe dafür, ehe die zwanzig diplomatiſchen Jahre vergegangen ſind, hat man in ganz Deutſchland vergeſſen, daß
M arie einige Jahre heimlich meine Frau war.
Hat mein Vater nach zwanzig Jahren noch zu be⸗ fehlen, ſo ſage ich:„Vater, ein Diplomatiker hei⸗ rathet am beſten gar nicht. Auch das iſt ſein Grundſatz. Meinen Bruder— Sie wiſſen, theu⸗ res Mütterchen, wie gut er iſt, wie unendlich er mich liebt— den alſo können wir nach einiger Zeit in das Geheimniß ziehen, wenns nöthig iſt. Mei⸗ ne Schweſter— iſt bey der Tante, und wird nicht
darauf dringen, daß ich heirathen ſoll. Vor der
müſſen wir freylich das Geheimniß verbergen.“ „Sie reiſen mit uns, Mütterchen, und keh⸗ ren zurück, und ſagen:„Marie iſt in Jütland
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