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derniß unſers Glücks aus dem Wege geräumt zu ſeyn. Die Grafinn Sonders trug nun ſogleich
. darauf an, die alte Freundſchaft mit meiner Mut⸗
ter wieder herzuſtellen.
„Hm!“ ſagte der Graf, ſein Kinn zwiſchen Daum und Zeigefinger nehmend—„dazu bin ich zu lange Geſandter geweſen; dazu haben wir die Familie zu bitter beleidigt. Der Menſch vergibt nicht, und ſo fordert es die Politik, die Sache ſo ſtehen zu laſſen, wie ſie ſteht. Keine Verſöhnung, liebſte Gemahlinn! Was ein Mahl feſt entſchie⸗ den iſt, muß entſchieden bleiben; da ſterbe wer will,
— und lebe wer will. Das iſt eine diplomatiſche Regel ohne Ausnahme. Wanken, Kind, wenn ſie das ſe⸗ hen, ſo iſt man verloren. So ein kleiner Hof, wie der zu Florenz, kann machen, was er will, heute ſo ſagen, morgen ſo; der muß am Ende mit fort.“
Kurz, es war nicht daran zu denken, daß der alte Diplomatiker ſeine Einwilligung gegeben hätte. Die Gräfinn gab die Sache ganz auf. Sie ſah unüberſteigliche Hinderniſſe.
Fritz läͤchelte zu allem, und ſchrieb mir:
. nnichts in der Welt iſt leichter, als unſre Verbin⸗
dung. So bald ich auf Reiſen gehe, Marie, biſt du meine Frau!“ 3
Wir erwarteten voll Ungeduld den Augen⸗
blick, da er ſich näher erklaren ſollte, und er hat⸗ te Recht.


