Teil eines Werkes 
3. Band (1816)
Entstehung
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dem vierzigſten Jahre nicht heirathen. Du wirſt ſehen warum, wenn du irgendwo bey einem Ge⸗ ſandten biſt. Eigentlich ſollte er gar nicht verhei⸗ rathet ſeyn; denn ein Geſandter ſollte der freyeſte Mann auf der Erde ſeyn, weil ihn ſein hoher Po⸗ ſten am meiſten bindet. Ein Geſandter an einem kleinen Hofe, ſo wie in Florenz, kanns ma⸗ chen wie er will. Es bedeutet dafur auch gar nichts. Hörſt du, Fritz?

Fritz laͤchelte; aber es war ſeines Vaters ho⸗ her Ernſt.

(Fortſetzung.)

Er war abgereiſt, und wir wechſelten Briefe. Alle Verſuche der beyden Mütter, die Geſandten mit einander zu verſöhnen, ſchlugen fehl.

Die Prozeſſe auf den beyden nahen Gütern

dauerten fort, und in dem gegenſeitigen Schrift⸗

wechſel kamen ſo manche und ſo bittre Anſpielungen auf die Höfe zu Florenz und Wien vor, daß es den Richtern manchmahl ſchien, als wären die Schriften Satyren auf die beyden Höfe.

Die beyden Väter verbothen mit trotzigem Ernſt jede Art von Verbindung unter den beyden Haͤu⸗ ſern, und ſo drohend, daß die Mütter gern ihre Schritte zurück gethan haͤtten, wenn nur nicht unſe⸗ re Liebe unüberwindlich geweſen waͤre.

Da ſtarb mein Vater. Nun ſchien das Hin:

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