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und reiſten, der eine nach Norden, der andere nach Süden auseinander. Aber auf dieſer letzen Zuſammenkunft hatten
die beyden Freundinnen ſich noch ein Mahl die Hän⸗
de darauf gegeben, daß der unnatürliche Haß ihrer Maͤnner mit einer Verbindung ihrer Kinder ſollte verſöhnt werden.
(Fortſetzung.)
Sieh, liebſte Agnes, in der Liebe gegen den Spielgefährten meiner Kindheit wurde ich von meiner Mutter erzogen. Machte ich einen Fehler, ſo ſagte meine Mutter traurig:„was wird Fritz ſagen, wenn er das von dir hört, Marie?“ Fehlte es mir an Fleiß bey irgend ei⸗ nem Theile des Unterrichts, ſo ſagte die Mutter: „darin hat Fritz es ſo weit gebracht, und du bleibſt ihm nach?“ Und ſie war gewiß, ich arbeitete, bis ſie ſagte: ich haͤtte ihn eingehohlt. 1 3
Alles, was ich hörte, lief auf den Grafen Fritz hinaus. Meine Mutter erhielt von ihm kleine Briefe an mich. Ich mußte ihm antworten. Meine Mutter zeichnete ihn mir als einen Engel von Schönheit, Güte und Muth. 1
„Denke an Fritz! denke an Fritz, Ma⸗ rie!“ war das Lied, was ich immer hörte. Ich ſpielte die Sonaten, die er ſpielte, ich zeichnete, was er zeichnete, ich las die Buͤcher, die er las.
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