Teil eines Werkes 
3. Band (1816)
Entstehung
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Ich kenne jemanden, hob mein Vater an: Ich kenne jemanden ſagte der Graf; und da ſie nicht fortfahren durften, ohne den Friedens⸗ traktat zu brechen, den ſie mit ihrer Ehre beſiegelt hatten, ſo ſahen ſie ſich nur, wie ein paar Streit⸗ hähne, ein paar Secunden an, laͤchelten, als haͤt⸗ ten ſie den Sieg erfochten, und gingen hitzig, der eine nach Nord, der andre nach Süd, in den Bart ſingend.

Die beyden Mütter ſahen voraus, daß ein Krieg unvermeidlich war; ſie ſchloſſen ſich deſto

enger an einander, und waren entſchloſſen, dem

Schickſal und ihren Männern zum Trotz, aus dem Grafen Fritz und Marie ein Paar zu machen.

Mein Vater, der jedesmahl beſiegt wurde, wenn Menſchen bey dem Streite im Allgemeinen, der eben darum deſto hitziger geführt wurde, weil keine Nahmen genannt wurden, gegen⸗ wärtig waren, nahm ſeine Zuflucht zu Spötterey⸗ en; und weil der Graf, der in Wien Geduld gelernt hatte, mit einem mitleidigen Lacheln ſie beantwortete: ſo entſtand von beyden Seiten ein Haß, der deſto tiefer ins Herz fraß, weil er ſich unter der ſchweren Laſt einer außerlichen Freund⸗ ſchaft bewegen mußte, wie eine Flamme, die ver⸗ ſchüttet wird, immer fortbrennt, und dann auf ein Mahl himmelhoch und unbeſiegbar emporſchlaͤgt.

So brach die Flamme ihres Haſſes an einem