ſte koſten wuͤrde, die beyden Geſandten in Frieden zu erhalten; aber deſto feſter wurde der ſchöne Bund ihrer Liebe, und Fritz und ich, ſprangen im Gar⸗ ten fröhlich umher, wie Kinder, und liebten uns recht ſehr; denn es wurde uns alle Tage von den Vatern und Müttern befohlen, uns recht, recht ſehr lieb zu haben. „Leopold war ein feiner Kopf. Er über⸗ ſah ſeinen Bruder, wie ſichs auch zeigte.“ „Was zeigte ſich denn? Zurückgeben iſt nicht Feinheit. Er verſtand ein Kloſter zu regie⸗ ren, ſein Florenz, aber kein Kaiſerthum.““
Ich konnte weder das Portrait von Leopold,
was in unſerm Hauſe auf der Chrenſtelle hing, noch in des Grafen Hauſe den Kaiſer Joſeph auf der Ehrenſtelle leiden; denn ſchon ein paar
Mahl hatten die beyden Köpfe unſre Haͤuſer und
mich und Fritz auf vier Wochen getrennt.
Die Graͤfinn und meine Mutter übernahmen das Friedensgeſchaft, und es wurde abgemacht, daß die beyden kriegführenden Maͤchte von allen Dingen reden ſollten, nur nicht von Joſeph und Leopold, und ihren Hauptſtädten.
Das hatten die beyden Herren auf ihre Ehre verſprochen; aber alle Wege, alle Geſpräche über die Jagd, über die Kunſt, über Gelehrſamkeit, über die Gemeinheittheilung liefen unvermerkt zu
den beyden Nahmen, die nicht genannt werden
follten.
8 4
——


