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ſahen ſich laͤchelnd an. Auf ihren Geſichtern ſchweb⸗ te die reinſte Liebe. Sie druͤckten ſich einander an die vollen Herzen, und dann, wie Mütter, brach⸗ ten ſie ihren ſchönſten Schmuck hervor, ihre Kin⸗
der; die Grafinn den Grafen⸗J Fritz, meine Mut⸗
ter mich.
Es war eine feyerliche Handlung zwiſchen bey⸗ den Müttern, wobey ſie mehr dachten als ſagten.
Die beyden Diplomatiker, geſchmuͤckt mit ih⸗ rem Orden, waren ſchon auf der Hausſchwelle mit⸗ ten in ihren politiſchen Verhandlungen.
„Sie verſtanden es in Florenz!“ rief mein Vater, mit den Augen triumphirend winkend— „Sie verſtanden es, Herr Graf!“
„Was wollten Sie,“ ſagte der Graf—„wir überſahen Sie in Wien.“
Das war der ewige unſelige Streit, der unſe⸗
re Häuſer entzweyte, und mich zum Opfer des
Streites machte. „Er bildet ſich viel ein, der gute Graf⸗ ſag⸗ te mein Vater, wie ſie fort waren.
„Ja, das thut er,“ fiel meine Mutter ein— wund mich dünkt, er hat Recht dazu, lieber Mann! Beym Abfahren ſagte er mir, wenn du in Pe⸗ tersburg geſtanden häͤtteſt, wie er in Wien: Poſen waͤre nicht getheilt.“
Der Frieden war wenigſtens auf ein Jahr hergeſtellt.
Die beyden Mütter ſahen wohl, daß 8s Kün⸗


