ſagte alſo Thereſe,„meinen Bruder ſelbſt ſäͤhen, bielleicht würden Sie ihn erkennen, wenn anders er ſeiner Mutter ahnelt oder ſeinem Vater.“
„O gewiß,““ ſagte die Fremde; und in dem Augenblicke hielt Thereſe der Frau dein Portrait, das dir ſo unausſprechlich aͤhnlich ſieht, vor, und rief:„Das iſt er! das iſt er, zum Sprechen ähnlich!“
Die Fremde ſchrie auf und rief die deut⸗ ſchen Worte:„O barmherziger Gott!“— Sie iſt gewiß eine Deutſche— Sie ſchlug den Schleyer von dem Geſichte in die Höhe, um das Portrait beſſer zu ſehen; und ich und Thereſe hefteten unſre Blicke auf ihr Geſicht, um es mit dem Bilde deiner Mutter zu vergleichen. 1
There ſe nickte mir zu, ich ſchüttelte den Kopf. Es war wohl ſo, und war nicht. Ich ſchüttelte wieder.
Thereſe ſchlich ſich⸗um die Frau, die mit ihren Blicken feſt auf deinem Bilde hing, zu mir, und wollte deiner Mutter Portrait ſehen. Ich gab es ihr. Sie betrachtete es mit Aufmerkfamkeit, und in dem Augenblick wendte ſich die Frau zu uns um.
Sie ſagte mit einer unbefangenen Freundlich⸗ keit:„O, ich konnte von Herzen wünſchen, er waͤre der Sohn meiner Freundinn, wie glücklich würde ſie ſeyn!“
„Und finden Sie nicht—“ fing ich an.
„Nicht einen Zug von dem Geſicht meiner Freundinn.“
„Was aber erſchreckte Sie ſo bey dem Anblick?“¹
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