Teil eines Werkes 
2. Band (1816)
Entstehung
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Ungluck traf, ihren Sohn zu verlieren, nicht ge⸗ wißsbin. Daß es hier dieſe Gegend an der Nord⸗ küͤſte von Deutſchland war, weis ich allein. Deſto ſicherer aber würde ich ſeyn, ob das gefundene Kind das Rechte ware, wenn Sie mir angeben wollten, was man bey dem Kinde gefunden häͤtte.

Ich laͤchelte.Eben ſo ſteht's auf unſerer Seite, Signora! Wenn man uns ſagt, was wir bey dem Kinde gefunden: ſo können wir mit Gewißheit wiſ⸗ ſen, ob die Mutter die rechte iſt; und da wir die Kennzeichen haben: ſo ſcheint's an Ihnen zu ſeyn, zu ſagen, was wir haben.

Sie nickte, und ſagte lebendig:Sie haben Recht. Ich kann ihre Vorſicht nicht tadeln. Aber eben ſo wenig weiß ich, ob ich das Recht habe, dem Wunſche meiner Freundinn vorzugreifen. Sie wür⸗ den mich verbinden, wenn Sie die Sache etwas weiter rückten.

Das kann ich. Man fand das Kind in einer Wiege, von Korb geflochten, und neben der Wiege einen jungen Pudel.

Die Frau Sartili ſette ſich.

Thereſe wollte bemerkt haben, daß ſie er⸗ ſchüttert wurde, und ſich aus Schwaͤche geſetzt haͤtte.

Das mochte ſeyn; denn ſie brachte lange Zeit zu, ehe ſie das Geſprach fortſetzte.

Das bringt mich um Nichts weiter, ſagte ſie mit einer veränderten Stimme, die jetzt ſehr ge⸗

rührt ſchien.

K*