der Stirn weglaͤchelt und wegdisputirt; ich alſo glücklicher als ein König; denn was iſt ein Köͤnig ohne meine Thereſe?— grüße dich, meinen Her⸗ zensfreund!
(Über manche Dinge kann ich nicht ſchreiben, ſo gern ich möchte. Denn gegen mir über ſitzt meine junge Frau, welche mir auf die Finger ſieht, und ſchon die Segel aufſpannt, den Brief zu kapern, den ſie nicht leſen ſoll, und den ſie— daß ſeh ich ſchon an dem Io! Triumphe!— auf ihrem lächeln⸗ den Geſicht, dennoch leſen wird, weil ich nicht wi⸗ derſtehen kann)
O du mein theuerſter, trauteſter Ferdinand! ich darf nur mein Fenſter aufſtoßen, ſo höre ich den mächtigen Athem der Unendlichkeit in den rauſchen⸗ den Meereswogen, und jenſeits der grünen Inſeln, die nicht grüner und blühender ſind, als mein Le⸗ ben, ſehe ich das ſchöne Bild der Unſterblichkeit, den Himmel und die Erde in einander gefloſſen, und Thereſen dazu, die eben aufſpringen will, um ihre Lippen an meine Wangen zu drücken, weil ſie mich ſo gerührt ſieht.
Ja, ja, lieber Ferdinand, ich bin unbe⸗ ſchreiblich glücklich, obgleich mein Leben dahin geht⸗ wie ein Tag in eines ehrlichen Bürgers Leben, der wie ich aufſteht, arbeitet, ißt, trinkt, und ſich wie⸗ der nieder legt, als waͤre ich der ſtumme gedanken⸗ loſe Stundenzeiger des Glücks! Und iſt das nicht genug?. Lafont. die Pfarre zc. II


