Teil eines Werkes 
2. Band (1816)
Entstehung
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wußte, warum er auf die erſte Lerche ſo verſeſſen

war. Aber auf ein Mahl ſtürzte Thereſe ins Zimmer, und hinter ihr alle ihre Geſchwiſter, und riefen:Die erſte Lerche! Iſt's wahr? fragte Bürge r. kalt. Alle verſicherten's. So habe ich meine Wette verloren, und heute iſt mein Hochzeitstag. Der Vater hatte ihm verſprochen: mit der erſten Lerche! und er ſah ſich gezwungen, Wort zu halten. 8

Bürger war nach der Trauung weich wie ein Kind, und zaͤrtlich wie eine Braut. Und doch hätten ihn

Thereſens Schweſtern alle heirathen mögen, ſo fröhlich war er wieder.

Nun kam es heraus, zu großer Beſchaͤmung Thereſens, daß ſie eigentlich die Lerche allein gehört hatte.Es war ihr nur um die Hochzeit zu thun, nicht um die Lerche, ſagte die jüngſte Schweſter, bis endlich Bürger eine Lerchenpfeife hervor zog, die er in Neapel gekauft hatte, und mit Thraͤnen in den Augen geſtand: er wäre die Lerche ſelbſt geweſen, die ihm zu einer Frau geholfen.

Eine fröhlichere und eine gerührtere Hochzeit⸗ geſellſchaft war in ganz Deutſchland nicht geweſen, als dieſe. 1

Aber mit der erſten Nachtigall ſollte das junge

Paar, von der ganzen Familie begleitet, nach Holm

Der Prediger wurde gehohlt, und der wilde