Teil eines Werkes 
2. Band (1816)
Entstehung
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zu wiſſen, wie viel man tragen kann. Wer weiß denn, welche Kraft man ein Mahl dem Geſchick entgegen ſetzen muß?

Der Vater umarmte ihn.

Ich habe alſo Recht, meinen Sie? Ich meine es auch. Und die weich gehaltene Tochter, Ihre Thereſe, die nie eine Sorge ſah, die

Sohn, du vergißt, wie unglücklich dein Schickſal ſie machte.

Was konnte ſie dem Unglück entgegen ſtellen? Nichts! So wenig als ich. Das mein ich nicht. Ich meine die kleinen Unfälle des Lebens, die eine ſtarke Hand aus dem Wege raͤumen, oder ein Laͤ⸗ cheln verſüßen, oder der Muth verachten kann. Hat ſie die gefühlt? gewiß nicht! Hat ſie denn das Gluck, die Würde gefühlt, was der Hausmutter gebührt? Der freyen Hausfrau, die mit dem Man⸗ ne das Leben fortzieht? Eben ſo wenig! das meine ich. Ich wollte, ich hätte ein Amtchen, auf dem Lande am liebſten, um Thereſens willen, ſchlecht und recht, und ich zöge mit ihr davon, in die Ferne ſogar; denn die Liebe, Vater, hat Flügel wie ein Zugvogel, und dort würde mein und Thereſens Frühling wohnen, und ich könnte in den Tagen ver jungen Liebe für ſie arbeiten, und ſie für mich. Es iſt ein liebliches Bild für mich, das ich nicht für Kröſus Schatze weggeben würde.

Weil es das ſchönſte Loos der Erde iſt, für das geliebte Herz, für das Vergnügen des Geliebten

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