Teil eines Werkes 
2. Band (1816)
Entstehung
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im Himmel als auf Erden. Ich will lieber bey einem AÄmtchen nur jährlich einen Feſttag haben, den ich mir ſelbſt mache, als hier alle Tage einen, den Sie bezahlen müſſen.

Gut, wenns nicht Hochmuth iſt, Sohn!

Hochmuth? Zu dem Hochmuth, Herr und

Hausvater zu ſeyn, hat die Natur den Mann beſtimmt, und die Tochter auch. Ich möchte wohl reich ſeyn, Herr, und reicher als Kröſus ſogar, und es könn⸗ te ſeyn, daß ich mir dennoch arm vorkäͤme; aber, Vater, ich möchte hier legte er die Hand an die Stirnſo widerſprechend das ſcheint, den Reichthun mit meiner Hände oder mit meiner Gei⸗ ſtesarbeit verdient haben. Gut, recht gut! mein Sohn, wenns nicht Eigenſinn, Zynismus iſt. Mag's wohl ſeyn, und mich dünkt, Vater, ſo ein Stückchen von dieſer Philoſophie geht un⸗ ſerm Glücke ab. Wir lehren die Stoa, aber wir üben ſie nicht. Leſen Sie Sonnenbergs Brief, Vater, wie der ſein Gehirn anſt engt, für ſich und Aurora ein Stückchen Arbeit zu erfinden, das ſo lange hält, wie das Leben. Ich möchte nicht ſo hineinfahren auf ein Mahl in den Reichthum, wie Morgens in die Beinkleider, ich möchte es noch we⸗

niger für Thereſen. Eine kleine Sorge für die

junge Frau: wie ſoll das, wie jenes werden, ſtaͤrkt Arm, Herz, Geiſt und Muth, und wir alle ſoll⸗ ten ein Mahl unglücklich geweſen ſeyn, bloß um