oft:„Es gibt mir, wenn ich leſe und darüber den⸗ ke, den Muth, an nichts auf der Erde zu verzwei⸗ feln.“ Es befeſtigt meinen Glauben an die Tugend und an die Vorſehung, und, Aurora, ein Weib muß nie an dieſen beyden Dingen zweifeln.“
Aurora nahm das Buch aus den Haͤnden ihres Mannes. Sie ſtudierte es fleißig, ſie wurde die Mutter der Einwohner in den Dörfern, und ſie gewann ein ernſtes Geſchäft für ihr Herz, und für ihr Glück eine ſehr ſüße Arbeit.
Mutter und Tochter waren beſorgt um den Bruder, der den Verführer der Schweſter ſuchte. Aurora fühlte ſich glücklich, daß er Sonnen⸗ bergen nicht eher ſinden würde, als er ſeine Mutter geſprochen; und auf ein Mahl ſtand der geliebte Bruder an ihres Mannes Hand vor ihr, und verſchwand eben ſo ſchnell, als er erſchienen war.
Sonnenberg ſetzte ſich ſogleich nach Bür⸗ gers Abreiſe nieder, ſchrieb und ſandte ihm die
ganze Begebenheit mit Cäcilien, und Bürger
las und wurde ruhig. Er ſah, welch einen edlen Schwager er gewonnen hatte. Aber er war darum nicht ruhiger für ſich ſelbſt.
Sonnenberg endigte ſeinen Brief mit den Worten:„Und nun, mein theuerer Freund, mein Bruder! Gib deiner Thereſe die Hand— Ich
weiß von Braune, daß du ſie liebſt, daß ſie dich liebt— und ich und Thereſens Vater wollten dir ein Sort achen. 44
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