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Freundes ſchöner aufblüheten. Er dachte an des Freundes dunkeles Geſchick, und er ſagte:„Er laßt Euch alle grüßen.“
Thereſeſchlug die Augen nieder und ſchwieg. Denn ſie wußte des Bruders Kalte nicht anders zu deuten, als mit der Käalte ihres Freundes. Sie hatte nicht den Muth mehr, eine Frage zu thun. Sie wendete das Geſicht an die andere Seite, um keine Thraͤne, daß ſie ſo vergeſſen war, von der zie⸗ henden Luft trocknen zu laſſen.
„O, liebſte Thereſe,“ ſagte er ſtill ſtehend —„weg mit dem Schmerz der doppelten Rührung: wir werden ihn ſobald nicht wieder ſehen!“
Raſch ſah ſie ihn an, und, nicht mehr Herr des bewegten Herzens, fragte ſie erblaſſend:„ich beſchwöre dich, Ferdinand, rede! Er iſt todt!
Dein Geſicht, dein Auge voll Thraͤnen, deine be⸗ bende Stimme—
„Er lebt, eviſt geſund, liebe Thereſe! Aber er iſt auf einer Reiſe begriffen, die lande dauern kann.“
„Aber doch endigen wird?“
„Er ſucht eine verlorne Schweſter.“
„O, das iſt nicht alles, was du zu ſogen haſt!
Warum ſiehſt du mich denn bey der Nachricht nicht an? Du verſchweigſt etwas Schreckliches, Bruder, etwas Ungeheures. O gib mir doch eine kleine Hoff⸗ uung, mein lieber Bruder und wiſſe, wiſſe, was ich Allen verſchwiegen habe, daß ich— o hu liebſt
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