— 68— mich nicht mehr, ſonſt würdeſt du nicht ſo kalt da ſtehen!“)
„Ich kalt? ich? kalt?“
Nun ſiehſt du, was dieſe Worte, deine Rüh⸗ rung, deine Lippen verkündigen! Ich bitte dich, ſag’ es! Meinſt du, es fehlt mir an Muth, die Nachricht zu hoͤren?“ 33
„Es iſt nichts, liebe Thereſe, als daß er eine verlorne, heiß geliebte Schweſter ſucht!“
„Cdcilien:?n“
„Eben die.“
„Verloren? wie denn? Was er von dieſer Schweſter erzählte— o du verbirgſt etwas!
„Nichts.“ Er faßte ihre Hand, und eilte vorwaͤrts.
Sie hielt ihn.„Ferdinand,“ ſagte ſie ernſt—„ich bitte dich ſehr, rede! Ich nehme Theil an deinem Freunde. Ich muß dirs zitternd ſagen: Ich nehme Theil an ihm. Drum ſage es jetzt, da ich hier mit dir allein bin. Wenn du mir die Liebe vergelten willſt, aus meiner Kindheit: ſo rede ja. Verſpare es nicht, bis die Andern uns umringen!“
„Bey Gott, er ſucht eine verlorne Schweſter!“ rief er angſtlich. 3
„Bruder, ich will kniend dich bitten: Du ver⸗ ſchweigſt etwas Graͤßliches!“ „Und einen Feind, der die Unſchuld verführte.ℳ 1
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